Heiratsantrag und Omelette

Heiratsantrag und Omelette

Meine Lieben

Heute eine ganz andere Geschichte:

Auf dem Weg vom Seminar in Thassos, dass ich zusammen mit Birgit halten durfte, ist mir eine Geschichte der anderen Art passiert.

Ich musste früh aufstehen um von Kavala nach Athen zu fliegen, danach ging es mit dem Auto nach Galaxidi zu der Delfin Forschungs Woche.

Unterwegs war mir nach einem kalten Espresso und einem kleinen Snack, da ich noch nichts gegessen hatte. So hielt ich kurz vor Arachova, Griechenland’s St. Moritz, in einer Taverne.

Da war nur ein Gast und der Tavernenbesitzer. Ich bestellte meinen kalten Espresso und sagte, dass ich erst auf die Toilette muss. Als ich wieder hoch kam sagte der einzigste Gast: Komm setz Dich zu mir, leiste mir etwas Gesellschaft. Er schien mir sympathisch und ich dachte: Nina, sei ein bisserl locker.

So setzte ich mich neben Panagiotti, so stellte er sich vor und wir quatschten während Yianni, der Tavernenbesitzer meine Omelette machte. Panagiotti war einiges älter als ich und er musterte mich sehr wohlwollend und sagte, meine Frau ist gestorben und jetzt suche ich wieder eine Frau, Du gefällst mir! Jeder braucht Umarmungen im Leben.

Ich bin natürlich vor lachen fast vom Stuhl gefallen. Wir redeten weiter während meine Omelette serviert wurde und er sagte immer wieder: Nina Du gefällst mir wirklich ich will Dich heiraten und übrigens habe ich 100’000€ auf dem Konto. Natürlich sagte ich ihm, dass für mich das Herz wichtig ist und nicht das Konto, worauf der Tavernenbesitzer sich nun am Gespräch beteiligte und sagte: Solche Frauen sollte es mehr geben.

Panagiotti meinte auch er würde noch so 10 Jahre leben wollen und dann für immer schlafen gehen, dann würde ich auch sein Haus erben. Worauf ich ihm sagte, ich bin Schweizerin die nach Griechenland auswanderte, was ums Himmelswillen soll ich mit einem Haus in einem Skigebiet? 🙂

Das ganze ging noch länger hin und her, aber immer wertschätzend und niemals klebrig. Wir lachten viel wir 3, aber irgendwann war es einfach Zeit zu gehen. Somit verlangte ich die Rechnung. Yianni sagte: Nina, es war mir eine Ehre Dich bewirten zu dürfen, Du bist mein Gast. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen das mein Kinnladen auf den Tisch gefallen ist.

Ich war tief berührt und konnte mich fast nicht erholen… so was ist mir glaube ich noch nie passiert. So schön, wenn man sich auf etwas einlässt und was schönes dann passiert.

DANKE LEBEN DU BIST FANTASTISCH.

Danke Panagiotti, danke Yianni.